Der Begriff Toleranz ist in Fresach schon heute positiv besetzt. Durch die Einladung anerkannter internationaler Vortragender (Schriftsteller, Philosophen und Wissenschafter) positioniert sich Fresach nunmehr als europäisches Dialogforum für Toleranz und verankert sich damit nachhaltig auf der europäischen Kultur- und Wissenslandkarte. Die Ergebnisse des Dialogs werden wissenschaftlich aufbereitet und publiziert.

Die Europäischen Toleranzgespräche finden im Rahmen einer Schwerpunktwoche alljährlich vor Pfingsten (eingebettet in den Kärntner Kulturfrühling) statt. Die Veranstaltung ist für Publikum offen und wird auch durch eine auf das jeweilige Veranstaltungsthema reflektierende Sonderausstellung begleitet. Darüber hinaus gibt es laufend verteilt über das ganze Jahr themenrelevante Einzelevents.

Inhaltliche Schwerpunkte

Jährlich werden kontroversielle Themen angesprochen und umfassend beleuchtet. Als roter Faden zieht sich die Auseinandersetzung mit Toleranz und dem Integrationsgedanken durch. Hier einige mögliche Themenkreise:

Das Gute und das Böse

Falsche Propaganda und ihre Wirkung
– Wie weit darf Toleranz gehen (Dulden heißt nicht Akzeptieren)
– Die EU, die Ukraine und wir (Probleme und Lösungen)
– Die USA, die NSA und lachende Dritte

Der Flüchtling (Fremde) unter uns

Antworten, und wie sie die Politik verschweigt
– Umgang mit Anderen (Migration)
– Bürgerkriege und ihre Folgen für Europa (Asyl)
– Festung Europa, volle Boote und ihre Abwehr (Frontex)

Ketzerei und Aufbegehren

Widerstand gegen gesellschaftliche Missstände (Lutherjahr)
– Moderne Ketzer und ihre Feinde
– Spinner und solche, die was bewegen wollen
– Technologien des Aufbegehrens

Die Empfindung des Unrechts

Gesellschaftsvermögen und Verteilungskampf
– Der Staat und sein Gewissen
– Recht, Steuern und die freie Wahl
– Die Solidarität der Mächtigen

Das Glück der Anderen

Ich-Bezogenheit und fehlende Empathie
– Der Reichtum der Armen
– und die Armut der Reichen
– Egomanie und die Folgen

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