Maurizio Bettini eröffnet Europäische Toleranzgespräche

Der Altphilologe und Anthropologe Maurizio Bettini von der Universität Siena (Italien) wird die Europäischen Toleranzgespräche 2019 zum Thema „Heimat Fremde Erde – Wem gehört Europa?“ am 6. Juni im Kärntner Bergdorf Fresach eröffnen. Der gebürtige Brixener (Südtirol) hat zuletzt mit seinem Buch „Wurzeln: Die trügerischen Mythen der Identität“ im deutschsprachigen Feuilleton viel Aufmerksamkeit erregt.

Im Gespräch mit pressetext sagte er, Europas Völker müssten Veränderung als natürlichen Prozess verstehen und dürften sich nicht aus Angst davor in Nationalismus und Isolation flüchten. Der Wandel sei unvermeidlich und Migration nur eine von vielen offenen Fragen. „Das Europa, das ich mir wünsche, ist ein Europa mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich ihres kulturellen Erbes bewusst sind. Dazu gehören die großen Errungenschaften bei Bürger- und Menschenrechten ebenso wie die tragischen Versäumnisse und Greueltaten, die im Namen von nationalistischen, religiösen und politischen Ideologien in der Vergangenheit verbrochen wurden“, so Bettini.

Das ganze Interview kann auf hier nachgelesen werden. Mehr auf pressetext

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