Mina Ahadi (*1964) ist Menschenrechtsaktivistin und Frauenrechtlerin iranischer Herkunft. Zeit ihres Lebens kämpfte sie gegen die Bevormundung von Staat und Religion, nach der islamischen Revolution und der Hinrichtung ihres damaligen Ehemanns fand sie zunächst in Österreich Asyl, später übersiedelte sie nach Deutschland. Sie gründete 2001 das Internationale Komitee gegen Steinigung und 2004 das Komitee gegen Todesstrafe, 2007 den Vereins Zentralrat der Ex-Muslime – seitdem steht sie unter Polizeischutz.


Martin Andree (*1971) ist Medienwissenschafter, gefragter Experte und Berater für digitale Medien und Marketing. Er unterrichtet an der Universität Köln und hat eine Reihe von Büchern über sein Forschungsgebiet veröffentlicht, bekannt wurde er mit dem „Atlas der digitalen Welt“ (2020). Für seinen Bestseller „Big Tech muss weg“ erhielt er 2024 den Günter Wallraff Sonderpreis für Pressefreiheit und Menschenrechte. 2025 erschien sein jüngster Coup: „Krieg der Medien: Dark Tech und Populisten übernehmen die Macht.“

Christine Ax (*1953) ist Nachhaltigkeitsforscherin, Philosophin und Autorin. Sie beschäftigt sich mit ökologischer Transformation, gesellschaftlichem Wertewandel und der Frage, wie Wirtschaft und Kultur zukunftsfähig gestaltet werden können. Sie war in zahlreichen politischen Gremien tätig und initiierte Projekte an der Schnittstelle von Umwelt, Stadtentwicklung und sozialer Innovation. Seit 2020 baut sie das Netzwerk „Rechte der Natur“ in Deutschland mit auf, das sich für die rechtliche Anerkennung der Natur als Rechtssubjekt einsetzt. Heute ist sie erste Vorsitzende des Netzwerks und eine zentrale Stimme der Bewegung für die Rechte der Natur.

Anna Baar (*1973) ist Schriftstellerin und Romancière mit kroatischen Wurzeln. Nach dem Studium der Publizistik, Slawistik, Theaterwissenschaften und Medienarbeit in Wien und Klagenfurt begann sie Lyrik, Prosa und Essays zu künstlerischen Produktionen und Ausstellungen zu schreiben. Ihr erster Roman „Die Farbe des Granatapfels“ hielt sich 2015 monatelang auf der ORF-Bestenliste und wurde für mehrere Literaturpreise nominiert. 2022 erhielt sie den Großen Österreichiscshen Staatspreis für Literatur. Sie gilt aufgrund ihres unverwechselbaren musikalischen Erzählstils als eine der markantesten Stimmen der Gegenwartsliteratur.

Ursula Baatz (*1951) ist Philosophin und Autorin, Research Fellow am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien und langjährige ORF-Redakteurin (Ö1-Wissenschaft und Religion) mit Lehraufträgen an den Universitäten Klagenfurt und Wien für interkulturelle Philosophie und Ethik. Sie ist zudem Mitbegründerin und Redakteurin der „polylog – Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren“, Achtsamkeits-und Zen-Lehrerin und Biographin des Jesuiten und Zen-Lehrers Hugo M. Enomiya-Lassalle. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Zen-Buddhismus und Christentum und interkultureller Philosophie.

Melani Barlai (*1982) ist Politikwissenschaftlerin an der Andrássy Universität Budapest und forscht zu Wahlintegrität in Europa, politischer Bildung in Ungarn sowie Parteien- und Wahlsystemen. Zudem ist sie Mitgründerin und Co-Direktorin der NGO Unhack Democracy, einer Watchdog-Organisation zur Stärkung der elektoralen Integrität in Europa, sowie Mitbegründerin und Koordinatorin der unabhängigen ungarischen Wahlorientierungshilfe Vokskabin.

Dimitré Dinev (*1968) ist Schriftsteller, Theater- und Drechbuchautor aus Plowdiw, Bulgarien. Nach seiner Flucht schlug er sich in Wien mit Gelegenheitsjobs durch, studierte Philosophie und Philologie und begann auf Deutsch zu schreiben. Seinen literarischen Durchbruch schaffte er 2003 mit dem Familienroman „Engelszungen“ – seither wurden seine Texte, Theaterstücke und Drehbücher in über 15 Sprachen übersetzt und in mehreren Ländern aufgeführt. Für seinen aufsehenerregenden, über 1000 Seiten starken zweiten Geschichtsroman „Zeit der Mutigen“ erhielt er den Österreichischen Buchpreis 2025.

Antonio Fian (*1956) ist Erzähler und Essayist, Hörspiel- und Theaterautor, in Österreich vor allem als Verfasser von pointierten Dramoletten bekannt. Er war viele Jahre lang Herausgeber der Literaturzeitschrift Fettfleck, und liefert bis heute regelmäßige Beiträge für den Standard und den Falter. Sein literarisches Werk erscheint v.a. im Grazer Literaturverlag Droschl. Fian wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt und dem Reinhard-Priessnitz-Preis.

Barbara Frank (*1980) ist seit 2004 Redakteurin beim ORF Kärnten. Zuvor studierte sie Germanistik und Medienkommunikation in Klagenfurt. 2008 war sie erstmals für die Organisation des Bachmannpreises im Landesstudio tät, seit 2010 arbeitet sie als „Kärnten-Korrespondentin“ für den Radiosender FM4. Im Vorjahr gelang ihr bei den Recherchen zu einer Bachmann-Dokumentation ein besonderer Fund: Das jahrzehntelang verschollen geglaubte, einzige Drehbuch der großen Dichterin zu ihrem Werk „Der gute Gott von Manhattan“.

Irene Fußl (*1978) ist Germanistin und seit 2013 am Literaturarchiv der Universität Salzburg (Ingeborg Bachmann Forschungsstelle) tätig, wo sie gemeinsam mit Hans Höller (bis 2021) und Uta Degner (seit 2021) die Salzburger Bachmann Edition herausgibt, von der bis dato 12 Bände vorliegen. Weitere Schwerpunkte ihrer Forschung sind Paul Celan und Ilse Aichinger sowie allgemein Literatur von Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Susanne Glass (*1970) ist Hörfunk- und Fernsehjournalistin sowie Buchautorin. Sie ist seit 1994 beim Bayerischen Rundfunk tätig, aktuell als Redaktionsleiterin Ausland und politischer Hintergrund, Kommentatorin der ARD-Tagesthemen sowie Moderatorin u.a. für den ARD-Brennpunkt. Von 2016 bis 2021 war sie Chefkorrespondentin im ARD-Studio Tel Aviv. Zuvor berichtete sie seit 1999 (Beginn des Kosovo-Krieges) als ARD-Korrespondentin für das Studio Wien über Österreich und Südosteuropa. Von 2006 bis 2016 war sie Präsidentin des Verbandes der Auslandspresse in Wien, 2014 erhielt sie das Große Ehrenzeichen der Republik Österreich.

Stefan Greimel (*1981) ist seit 2023 Vorstandsmitglied der Treibacher Industries AG in Althofen, und seit 2019 Geschäftsführer der zur Treibacher-Gruppe gehörenden Tribotecc GmbH. Zuvor war er fast ein Jahrzehnt in verschiedenen Funktionen beim Leiterplattenhersteller AT&S tätig. Der gebürtige Obersteirer hat Studien in Betriebswirtschaft, Financial & Industrial Management sowie in Rechtswissenschaften in Graz und Boston/USA abgeschlossen.

Camilla Sophia Haake (*1990) ist Juristin und Post-Doc-Wissenschaftlerin am Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle der Menschenrechte zum Umweltschutz (Rechte der Natur) und zur Wirtschaft. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Konstanz und Trier sowie in Frankreich (Auvergne) wurde sie mit einer Arbeit zum allgemeinen Völkerrecht (Fokus: Technikregulierung) promoviert. Im Anschluss arbeitete sie unter anderem als Rechtsanwältin im Bereich Banken- und Kapitalmarktrecht.

Bernhard Heinzlmaier (*1960) ist Sozialwissenschaftler, Unternehmensberater und in der Jugendforschung tätig. Er ist Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung und seit 2003 ehrenamtlicher Vorsitzender. Hauptberuflich leitet er das Marktforschungsunternehmen T-Factory in Wien und Hamburg, darüber hinaus hält er zahlreiche Lehraufträge in Deutschland und Österreich und ist ein streitbarer Diskussionsteilnehmer in mehreren TV-Sendeformaten.

Michael Jungmeier (*1965) ist Ökologe und Humangeograph. Er hat einen UNESCO-Lehrstuhl an der FH Kärnten inne und leitet das Interdisziplinäre Forschungszentrum für Ökosystemleistungen und Biodiversität (ICEB). Zuvor hat er das international tätige Beratungs- und Forschungsunternehmen E.C.O. Institut für Ökologie in Klagenfurt aufgebaut, das die Planung und das Management von Naturschutzgebieten unterstützt. Er ist Autor zahlreicher Studien und u.a. Mitglied im Man and the Biosphere Komitee der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Hatto Käfer (*1956) ist Romanautor und EU-Insider. Er war nach einer Laufbahn in der Privatwirtschaft in mehreren Führungsfunktionen der Europäischen Union tätig, unter anderem für die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, für die Historischen Archive der Kommission und für die Presseabteilung des Europäischen Gerichtshofes. Als EU-Experte tritt er für einen pragmatisch-maßvollen Fortschritt der Europäischen Einigung ein, als Romanautor schreibt er über das Spannungsfeld von Politik und Wirtschaft, zuletzt erschien der Brüssel-Roman „Das Phantom des Parlaments“ (2024).

Ferdinand Kaineder (*1957) ist Theologe, Kommunikationscoach und Autor. Von 2000 bis zu seiner überraschenden Abberufung 2009 durch Bischof Ludwig Schwarz war er Pressesprecher der Diözese Linz. 2012 übernahm er das Medienbüro der Ordensgemeinschaften Österreich. Seit 2019 ist er als Kommunikationslotse, Medienexperte und Coach selbstständig tätig, seit 2021 Präsident der Katholischen Aktion Österreich. Als solcher fordert er immer wieder die Abschaffung des Pflichtzölibats und das Priesteramt für Frauen und Männer.

Angelika Kiessling-Kranzelmayer (*1971) ist Mitglied der Geschäftsleitung der Personal- und Managementberatung Pendl Piswanger. Nach ihrem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien war sie bis 2022 im internationalen Industrie- und Technologieunternehmen Bosch in leitenden Funktionen tätig. Seither begleitet sie als Unternehmensberaterin Führungskräfte und Organisationen in Transformations- und Strategieprozessen. Als Impulsgeberin bringt sie ihre Erfahrung aus Industrie, Führung und Leadership Advisory aktiv in den öffentlichen Diskurs zu Arbeit, Vielfalt und sozialem Zusammenhalt ein.

Ines Charlotte Knoll (*1959) ist promovierte Theologin und angewandte Philosophin. Sie leitete bis 2019 das Pfarramt der Lutherischen Stadtkirche in Wien und ist nun als Seelsorgerin u.a. im Wiener AKH tätig. Größeren Bekanntheitsgrad erlangte sie aufgrund ihrer universell angelegten Vorträge, Zeitungskolumnen, Podcasts und ORF-Beiträge in Ö1 sowie in der Fernsehsendung „Was ich glaube“. Nach Fresach kommt „Die Furche“-Kolumnistin als Expertin der Schriften von Ingeborg Bachmann, Hannah Arendt und Dorothee Sölle.

Andrea Mattioli (*1970) ist seit Dezember 2025 evangelische Superintendentin von Kärnten und Osttirol. Nach ihrem Theologie-Studium in Tübingen, München und Rom begann sie als Pfarrerin im Dekanat Ludwigsburg. Nach Kärnten kam sie ursprünglich als Urlaubsseelsorgerin, seit 2019 ist sie Pfarrerin im Gemeindeverband Zlan-Ferndorf. Sie ist verheiratet und hat drei Söhne. Ihr Hauptziel für die Diözese A.B. Kärnten-Osttirol ist es, die gute Partnerschaft für das religiöse, gesellschaftliche und kulturelle Leben der Region zu pflegen und auszubauen.

Arnold Mettnitzer (*1952) ist Theologe, Psychotherapeut und Buchautor. Nach seinen Studien empfing er 1978 in Rom die Prieserweihe und war in den folgenden 25 Jahren Pfarrer, Rektor des Bildungshauses St. Georgen am Längsee und Diözesanjugendseelsorger in Kärnten. Nach seinem Ausscheiden aus dem kirchlichen Dienst vertiefte er seine psychotherapeutische Arbeit in seiner Privatpraxis und wurde als Seminarleiter und Vortragender in der Erwachsenenbildung tätig. Er ist freier Mitarbeiter im ORF und regelmäßiger Kolumnist in der Kleinen Zeitung. 2013 erhielt er den Berufstitel „Professor“ des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.

Alexander Peer (*1971) (*1971) lebt als freier Autor in Wien. Er schreibt über Literatur, Philosophie und Architektur und hat Romane, Erzählungen, Gedichte wie Essays veröffentlicht, u.a. „Die Kunst des Überzeugens“, „111 Orte im Pinzgau, die man gesehen haben muss“, „Gin zu Ende, achtzehn Uhr“, „Bis dass der Tod uns meidet“, „Land unter ihnen“ und „Ostseeatem“. Er erhielt einige Auszeichnungen, war Stadtschreiber in Schwaz, zuletzt arbeitete er als Writer-in-Residence in Paliano (Italien) und Ventspils (Lettland).

Thomas Peyker (*1961) Diplomat und aktuell leitender Berater für Beziehungen zu den Ländern Amerikas im Europäischen Auswärtigen Dienst. Von 2020 bis 2025 war er Botschafter der Europäischen Union in Guatemala, davor in zahlreichen anderen diplomatischen EU-Vertretungen tätig – u.a. in Bosnien-Herzegowina, der Dominikanischen Republik, in Äthiopien (zur Afrikanischen Union), den Vereinigten Arabischen Emiraten und in verschiedenen Positionen in Brüssel. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen Außen- und Sicherheitspolitik, Demokratie und Rechtsstaat, Entwicklungszusammenarbeit und Konfliktprävention.

Doron Rabinovici (*1961) ist Schriftsteller und Historiker. Er promovierte mit einer Arbeit zur Shoah: „Instanzen der Ohnmacht: Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat“. Durch seine Romane (u.a.: „Andernorts“ 2010, Die Einstellung 2022), seine hochpolitischen Essays und kritischen Kommentare zur Gegenwartspolitik wurde er einem größeren Publikum bekannt, nahezu zwanzig Auszeichnungen, Literaturpreise und Stipendien zeugen von seiner reichen schriftstellerischen Tätigkeit.

Cornelia Richter (*1970) ist Theologin und Hochschullehrerin, und seit 2025 Bischöfin der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Sie entstammt einer oberösterreichischen Pastorenfamilie, nach ihrem Studium der evangelischen Theologie und Philosophie in Wien und Münschen befasste sie sich vor allem mit Systematischer Theologie und Hermeneutik – begleitet von zahlreichen Forschungs- und Lehraufträgen in Marburg, Kopenhagen, Koblenz, Gießen und Zürich. Seit 2012 lehrte sie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, ab 2020 war sie dort als Dekanin und Vorsitzende des Senats.

Claudia Rosenwirth-Fendre (*1968) ist Kunstvermittlerin, Kulturschaffende und Autorin. Sie publizierte Gedichte, Lieder und Prosa und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt das Ehrenzeichen des Landes Kärnten (2026). Neben Hörbüchern, ORF-Radiobeiträgen und der steten Präsenz in Anthologien lieferte sie prämierte Beiträge u.a. zum Kärntner Lyrikpreis (2014). Für den Kompositionspreis des Landes Kärnten (2022) schrieb sie bereits 1999 die Textvorlage und zu Hannes Benedikts Kärntner Requiem/koroški rekviem „ÜBER DEN STERNEN – NAD ZVEZDAMI“ (Uraufführung 2024) mehrere Liedbeiträge.

Gerhard Ruiss (*1951) ist Autor, Musiker und Interessenvertreter (IG Autorinnen und Autoren). Er gilt als einer der führenden Experten zu Urheberrecht, Verlagswesen und Buchmarkt und ist immer wieder in Kulturangelegenheiten in den Medien präsent. Als Sprecher der Initiative „Kunst hat Recht“ setzte er sich etwa für die vergütete Nutzung kreativer Werke auch in digitalen Medien ein. Er ist einer der Gründer der Plattform „Der Wert der Demokratie“ und Initiator des „Lexikons der demokratiefeindlichen Begriffe“. 2020 erhielt er für sein dichterisches Schaffen den H.C.Artmann-Preis.

Simone Schönett (*1972) lebt als freie Schriftstellerin in Kärnten. Nach dem Studium der Romanistik, Pädagogik und Medienkommunikation an der Universität Klagenfurt veröffentlichte sie mehrere Romane, Theatertexte sowie Gedichte und Kurzprosa in Anthologien. Sie gründete das Künstlerkollektiv Wort-Werk, den Jenischen Kulturverband in Österreich und gab ein Magazin zur Kultur der Endlichkeit (amende) heraus. Die Förderung und Erinnerung jenischer Kultur und Geschichte ist ihr ein besonderes Anliegen.

Mitra Shahmoradi (*1955) studierte Malerei in Teheran und Wien und lebt seit ihrer Flucht 1979 als freischaffende Malerin, Kunstpädagogin und Autorin in Österreich. Sie organisierte zahlreiche Ausstellungen und künstlerische Veranstaltungen zu interkulturellen und genderspezifischen Themen im In- und Ausland und wurde für ihr Engagement mit einer Professur ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren veröffentlichte sie zahlreiche Gedichtbände. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Heinz Gärtner analysiert und thematisiert sie regelmäßig die aktuelle Lage im Iran.

Eveline Steinberger (*1972) ist Unternehmerin, Startup-Expertin und Managementberaterin. Sie war in zahlreichen Spitzenfunktionen und Positionen großer Unternehmen tätig, bevor sie sich 2014 mit der Gründung ihres Beratungs- und Venture Capital-Unternehmens Blue Minds Company selbstständig machte. Danach gründete sie mehrere Innovations- und Energie-Hubs, darunter die bekannte Plattform Wexelerate. Sie pflegt seit Jahren enge Kontakte zur Technologieszene in den USA und Israel, wodurch zahlreiche Startups profitierten.

Hannes Swoboda (*1946) ist Präsident des Kuratoriums der Europäischen Toleranzgespräche. Er war von 1996 bis 2014 Listenführer der österreichischen Sozialdemokraten im Europaparlament, ab 2012 Präsident der europäischen S&D Gruppe. Er war in zahlreichen Ausschüssen und Delegationen tätig und hat als Berichterstatter mit Regionalfokus auf Südosteuropa, Zentralasien und Russland beträchtliche Beiträge im Kampf gegen politischen Extremismus und die Förderung der Minderheiten geleistet. Sein Wirtschafts- und Jura-Studium und seine vielfältigen Erfahrungen als Mitglied der Wiener Arbeiterkammer, des Wiener Landtags und als Stadtrat haben dazu beigetragen, dass er ein fundiertes Verständnis für soziale und politische Anliegen hat.

Valentin Wedl (*1970) ist seit 2010 Leiter der Abteilung EU und Internationales der Arbeiterkammer Wien und seit 2019 Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. Zuvor war er u.a. im Bundeskanzleramt und im Justizministerium tätig und redigierte die Zeitschrift „Juridikum“. Wedl veröffentlicht regelmäßig Beiträge in unterschiedlichen Medien zu europäischen Themen wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Regulierung der Finanzindustrie, Neuverteilung der Vermögens- und Machtverhältnisse sowie den Umbau zu einer gerechteren Wirtschafts- und Währungsunion.

Tilo Wesche (*1968) ist Professor für Praktische Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er promovierte 2003 in Tübingen mit einer Arbeit über Kierkegaard und habilitierte sich 2008 in Basel mit einer Arbeit über „Wahrheit und Werturteil“. Er forschte und lehrte u.a. an den Universitäten Freiburg, Basel, Jena und Frankfurt. Zu seinen zentralen Forschungsschwerpunkten gehören Theorien der Demokratie, der Nachhaltigkeit, des Eigentums und der vernünftigen Freiheit. Zuletzt publizierte er im Suhrkamp Verlag das vielbesprochene Taschenbuch „Die Rechte der Natur. Vom nachhaltigen Eigentum“ (2023).
