Viel wurde zuletzt über die negativen Auswirkungen der erratischen US-Politik auf die europäische Wirtschaft und Industrie diskutiert. Doch ist es nicht gerade die EU-Politik selbst, die den Unternehmen mit ihrem „Green Deal“ zu viele Verordnungen und verwirrende Gesetze mit negativen Konsequenzen für Arbeitsplätze und Wohlstand aufbürdet? Der Widerstand gegen die Gefahr der europäischen „De-Industrialisierung“ steht im Mittelpunkt des Wirtschaftsforums der Toleranzgespräche, das am 22. Mai in Fresach stattfindet. www.fresach.org
Eröffnet wird der Freitag vor Pfingsten vom Kölner Medienwissenschafter Martin Andree, der seit vielen Jahren über die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und insbesondere die Macht der großen Tech- & KI-Firmen forscht. Er liefert einen Blick hinter die Kulissen der Mega-Konzerne und Maga-Bewegung, die nicht nur unsere Wirtschaft beherrschen wollen, sondern auch unsere Demokratie demolieren. Die Podiumsrunde im Anschluss widmet sich dem Widerstand gegen falsche Industriepolitik, Regulierungswahn und Bürokratiemonster.
Im ersten Nachmittagspanel geht es um Konfliktmanagement, Führungs- und Streitkultur in Unternehmen und Organisationen. Wie umgehen mit schwierigen Charakteren, wie umgehen mit Widerstand gegen notwendige Veränderung? Der Psychotherapeut Arnold Mettnitzer plädiert für einen spielerischen Zugang zu existenziellen Fragestellungen, die Managementberaterin Angelika Kiessling-Kranzelmayer pocht auf Realismus und Härte, in Change-Prozessen gehe es schließlich um persönliche Befindlichkeiten und finanzielle Entschädigung.
Den Tagesausklang bestreitet die Philosophin und Religionswissenschafterin Ursula Baatz mit einem Kurzvortrag zum Thema Widerstand von der Mystik bis zur Befreiung. Im Anschluss diskutiert ein breites Podium die „Rechte der Natur“ und warum wir wohl vom anthropozentrischen Weltbild Abschied nehmen müssen, wenn wir die Lebensgrundlagen unserer Erde erhalten wollen. Mit dabei: der UNESCO-Lehrstuhlinhaber Michael Jungmeier, die Juristin Camilla Haake und die Nachhaltigkeitsforscherin Christine Ax. Mehr auf pressetext.







