Udo Bachmair (*1951) ist Journalist, Radiomoderator und seit 2014 Präsident der Vereinigung für Medienkultur in Wien. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Salzburg begann er 1979 seine Tätigkeit beim ORF und arbeitete vorwiegend als Redakteur und Moderator der aktuellen Ö1-Journale. Zudem war er Präsentator der TV-Sendung „Kreuz & Quer“ und zuletzt stellvertretender Ö1-Info-Chef. Er versucht demokratiepolitische Fehlentwicklungen im Medienumfeld aufzuzeigen und die Verantwortung von Medien und Journalisten – zum Beispiel im Vorfeld der EU-Wahl – klarzumachen.
Alfred Brogyányi (*1948) war viele Jahre lang Präsident der Vereinigung Österreichischer Wirschaftstreuhänder und Präsident sowie Vizepräsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KSW). Er ist Vorsitzender des Universitätsrates der Akademie der Bildenden Künste und in zahlreichen Aufsichtsräten, u.a. Telekom Austria Group, tätig. Der Gründer der Süd-Ost-Treuhand (heute EY Österreich) und „Alt-Schotte“ mit umfassender humanistischer Gesamtbildung wurde für sein Lebenswerk 2023 von Ifa, „Die Presse“ und LexisNexis als „Steuerberater des Jahres“ ausgezeichnet.
Radka Denemarková(*1968) zählt zu den herausragendsten und vielseitigsten tschechischen Autorinnen der Gegenwart. Sie studierte Germanistik und Bohemistik in Prag und arbeitete viele Jahr lang als Literaturkritikerin und Beraterin für Theaterbühnen und Fernsehproduktionen, 2017 wurde sie zur Stadtschreiberin von Graz berufen. Denemarková setzt sich in ihrem Werk mit dunklen und verdrängten Seiten der europäischen Geschichte auseinander, für ihren 2022 in deutscher Sprache publizierten China-Roman Stunden aus Blei erhielt sie hymnische Kritiken und zahlreiche Auszeichnungen.
Gerd Gigerenzer (*1947) ist Psychologe, Verhaltensökonom und Digitalisierungsexperte, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und seit 2020 Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz an der Universität Potsdam. Er gilt – weltweit – als einer der profiliertesten Risikoforscher, das Gottlieb Duttweiler Institut zählt ihn zu den 100 einflussreichsten Denkern der Gegenwart. Er ist Regierungsberater in Berlin, Vizepräsident des Euroäpäischen Forschungsrats, Vortragender an dutzenden Universitäten und Autor vieler bahnbrechender Studien zur Kunst des Entscheidens.
Antonia Gössinger (*1958) ist Journalistin und Kolumnistin. Sie begann ihre Karriere beim ÖVP-Blatt Volkszeitung und war nach einem kurzen Intermezzo beim FPÖ-Pressedienst in Wien von 1983 bis 2022 bei der Kleinen Zeitung in Kärnten tätig, seit 2015 als Chefredakteurin. Aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung galt sie als „Lieblings-Feindin“ des früheren Landeshauptmanns Jörg Haider. 2006 wurde Gössinger mit dem Kurt-Vorhofer-Preis ausgezeichnet, 2009 erhielt sie den Concordiapreis in der Kategorie Pressefreiheit, 2021 wurde ihr das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen.
Fritz Hausjell (*1959) ist Medienhistoriker, außerordentlicher Professor am Institut für Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien und Präsident von Reporter ohne Grenzen Österreich. Seine bevorzugten Forschungsgebiete sind Journalismus im Dritten Reich und seine Folgen sowie der Journalismus als „vierte Macht“ im Staat. Zuletzt engagierte er sich für Fragen der Pressefreiheit, Medienethik und den Schutz demokratischer Errungenschaften. Er scheut sich dabei nicht, auch konfliktträchtige Positionen zu beziehen.
Matthew Karnitschnig (*1972) leitet das Deutschland-Büro des US-Magazins Politico. Der gebürtige Amerikaner mit Kärntner Wurzeln begann als Reporter in Phoenix, Arizona, und war nach dem Masterabschluss an der Columbia University New York bei Bloomberg, Reuters und der Business Week tätig. Danach wechselte er zum Wall Street Journal und übersiedelte 2009 als Bürochef nach Berlin. 2015 übernahm er die Leitung des europäischen Ablegers des US-Portals Politico in Berlin, seither trat er in zahlreichen TV-Talkshows als streitbarer Politikbeobachter in Erscheinung.
Larissa Krainer (*1957) ist Kommunikationswissenschafterin und Philosophin an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Sie arbeitete von 1988 bis 1997 als Journalistin für zahlreiche Medien und gründete 1991 die erste zweisprachige Wochenzeitung Kärntens. Seit 1998 ist sie Mitglied der Universität Klagenfurt, wo sie 2001 habilitierte und eine Vertragsprofessur erhielt. Seit 2016 ist sie Vorsitzende des Senats der Universität und leitet gemeinsam mit Kollegen das Interdisziplinäre Zentrum für Medienethik. Zuletzt befasste sie sich vor allem mit Fragen der Digitalisierung und Medienpluralität.
Gerald Krieghofer (*1953) ist Literaturwissenschafter und Karl-Kraus-Experte. Seit 2014 betreibt er einen Blog, in dem er falsche Zitate (Kuckuckszitate) nachweist und mit Halbwahrheiten aufräumt, mit seinem 2023 erschienen Buch „Die besten falschesten Zitate aller Zeiten“ erklomm er die Bestsellerlisten und erhielt Auftritte in allen großen TV-Sendern und Zeitungsredaktionen. Seine Karriere begann er als Bühnenarbeiter, später bearbeitete er die Nachlassmaterialien von Karl Kraus in der Wienbibliothek und brachte zahlreiche Publikationen über den großen Sprachkünstler des 20. Jahrhunderts heraus.
Günther Ogris (*1960) ist Sozialforscher und Politikwissenschafter. Er war von 1996 bis 2023 Geschäftsführer des privaten Meinungsforschungsinstituts SORA. Eer breiten Öffentlichkeit wurde er als ORF-Hochrechner und Wahlanalyst bekannt, da er regelmäßig bei Landtags- und Nationalratswahlen in Erscheinung trat. Er war außerdem Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten und von 2005 bis 2020 Ratsvorsitzender der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien. Seine Studienzeit verbrachte er mit sozialwissenschaftlichen Datenanalysen in Wien und Essex, zuhause engagierte er sich bei der Katholischen Jugend, bei der Friedens- und Ökologiebewegung.
Claudia Paganini (*1978) ist Philosophin, Theologin und Kommunalpolitikerin in Tirol. Sie lehrt als Professorin für Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München und ist gern gesehener Gast bei TV-Talkshows zu Fragen des politischen Widerstands (Handeln statt Kriminalisieren). Sie ist Gastdozentin an zahlreichen Universitäten von Mailand über Athen, Zagreb bis Limerick, für ihre Habilitation erhielt sie den Pater-Johannes-Schaschnig-Preis und den Ars Docendi-Staatspreis für exzellente Lehre. Der Großteil ihrer Schriften befasst sich mit theologischen und ethischen Fragen, insbesondere zur Wahrheitsfindung.
Alexander Peer (*1971) lebt als freier Autor in Wien. Er schreibt über Literatur, Philosophie und Architektur und hat Romane, Erzählungen, Gedichte wie Essays veröffentlicht, zuletzt „111 Orte im Pinzgau, die man gesehen haben muss“, „Gin zu Ende, achtzehn Uhr“, „Bis dass der Tod uns meidet“, „Land unter ihnen“ und „Herr, erbarme dich meiner“ (über Leo Perutz). Er erhielt einige Auszeichnungen, war Stadtschreiber in Schwaz, zuletzt arbeitete er als Writer-in-Residence in Hawthornden (UK) und in Ventspils (Lettland).
Horst Pirker (*1959) ist Verleger und Universitätsprofessor. Nach Abschluss seiner Studien in Rechts- und Wirtschaftswissenschaften begann der gebürtige Kärntner 1984 bei der Kleinen Zeitung. Von 1999 bis 2010 war er Vorstandsvorsitzender der Styria Media Group und Präsident des österreichischen Zeitungsverbands VÖZ, 2003 wurde er zum Medienmanager des Jahres gewählt. 2014 übernahm er zunächst den Vorsitz der Geschäftsführung und 2016 auch die Anteilsmehrheit an der VGN Medienholding. Während der Ära Kurz übte er heftige Kritik an der Wettbewerbsverzerrung durch die aggressive Anzeigenpolitik der Regierung.
Julya Rabinowich (*1970) ist Romanautorin, Dramatikerin und Kolumnistin in Wien. Nach dem Dolmetsch-Studium und Diplomabschlüssen in Malerei an der Angewandten und Philosophie an der Universität Wien arbeitete sie mehrere Jahre im Rahmen von Psychotherapiebehandlungen als Dolmetscherin für Flüchtlinge, ab 2012 als Kolumnistin für „Der Standard“, „Kurier“ und „Die Zeit“. Sie war für den Bachmannpreis nominiert, lieferte Drehbücher für Kino und Fernsehen und Theaterstücke für mehrere Bühnen. Ihre Romane wurden auf englisch, italienisch und kroatisch übersetzt, über ein Dutzend Auszeichnungen und Arbeitsstipendien zeugen von ihrer Anerkennung.
Peter Reichl (*1967) ist Mathematiker, Informatiker und Philosoph sowie Professor für Computerwissenschaften und Kooperative Systeme an der Universität Wien. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Bücher zur Digitalisierung des Menschen und seine Folgen bekannt (Homo cyber: Ein Bericht aus Digitalien). Er studierte in München, Cambridge, Aachen und Zürich und wurde nach Forschungsaufenthalten in Frankreich und einer Professur in Helsinki 2013 nach Wien berufen. In seiner Freizeit ist er als Korrepetitor tätig und begleitet regelmäßig Opernkonzerte und Liederabende am Klavier.
Wolf Heinrich Reuter (*1984) ist seit 2024 Staatssekretär für Haushaltsfragen sowie für finanzpolitische und volkswirtschaftliche Grundsatzfragen im Bundesministerium der Finanzen Berlin. Zuvor war er ebendort Abteilungsleiter für finanzpolitische und volkswirtschaftliche Grundsatzfragen, und von 2018 bis 2022 Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Er studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann seine berufliche bei der Oesterreichische Nationalbank.
Gabriele Russwurm-Biro (*1966) war von 2016 bis 2022 Präsidentin des Kärntner SchriftstellerInnenverbandes, sie ist Fachbeiratsvorsitzende für Literatur im Kulturgremium des Landes Kärnten und Regionalsprecherin des Bundesvorstandes der IG Autorinnen und Autoren sowie Mitglied des PEN Club Austria. Die langjährig tätige Kunsthistorikerin (DEHIO Kärnten/Bundesdenkmalamt) arbeitet als Lektorin und Fotografin und hat neben eigenen Veröffentlichungen als preisgekrönte Lyrikerin mehrere Anthologien publiziert.
Valerie Schmid (*1996) ist seit 2018 als Journalistin bei der APA – Austria Presse Agentur tätig. Nachdem sie zunächst im Ressort Multimedia beschäftigt war, wechselte sie in die Außenpolitik. Seit Mai 2020 ist sie für das APA-Faktencheck-Team „Fake News“ auf der Spur und bietet Schulungen zu Digitaler Recherche an. Als Mitglied der Media Literacy-Organisation “Lie Detectors” schult sie zudem Jugendliche in den Bereichen Journalismus und Verifikation. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Wien und London sowie aktuell Internationale Entwicklung.
Hannes Swoboda (*1946) ist Präsident des Kuratoriums der Europäischen Toleranzgespräche. Er war von 1996 bis 2014 Listenführer der österreichischen Sozialdemokraten im Europaparlament, ab 2012 Präsident der europäischen S&D Gruppe. Er war in zahlreichen Ausschüssen und Delegationen tätig und hat als Berichterstatter mit Regionalfokus auf Südosteuropa, Zentralasien und Russland beträchtliche Beiträge im Kampf gegen politischen Extremismus und die Förderung der Minderheiten geleistet. Sein Wirtschafts- und Jura-Studium und seine vielfältigen Erfahrungen als Mitglied der Wiener Arbeiterkammer, des Wiener Landtags und als Stadtrat haben dazu beigetragen, dass er ein fundiertes Verständnis für soziale und politische Anliegen hat.
Rahim Taghizadegan (*1979) ist Wirtschaftswissenschafter, Bestsellerautor und Leiter der privaten Bildungseinrichtung Scholarium in Wien. Er gilt als Vertreter der Österreichischen Schule in der Volkswirtschaftslehre in der Tradition von Friedrich August von Hayek und hat mit Sachbüchern wie „Die Nullzinsfalle“, „Wirtschaft wirklich verstehen“, „Europa auf der Intensivstation“ oder „Geld her oder es kracht“ für Furore gesorgt. Er ist ständiger Kolumnist mehrerer Wirtschaftsmedien, Vortragender an zahlreichen Universitäten im In- nd Ausland und gern gesehener Gast in TV-Runden.
Armin Thurnher (*1949) ist Herausgeber und Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter sowie Autor zahlreicher Sachbücher zur Zeitgeschichte und zu Fragen der Demokratie, Pressefreiheit und Republiksfindung. Der gebürtige Vorarlberger zählt zu den profundesten Kennern der österreichischen Innenpolitik und Kritikern der österreichischen Medienlandschaft. Viele Auszeichnungen und Ehrungen wie der Kurt-Vorhofer-Preis, der Karl-Renner-Preis, der Otto-Brenner-Preis und der Bruno-Kreisky-Preis für das pulizistische Gesamtwerk pflastern seinen Weg.
Valentin Wedl (*1970) ist seit 2010 Leiter der Abteilung EU und Internationales der Arbeiterkammer Wien und seit 2019 Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. Zuvor war er u.a. im Bundeskanzleramt und im Justizministerium tätig und redigierte die Zeitschrift „Juridikum“. Wedl veröffentlicht regelmäßig Beiträge in unterschiedlichen Medien zu europäischen Themen wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Regulierung der Finanzindustrie, Neuverteilung der Vermögens- und Machtverhältnisse sowie den Umbau zu einer gerechteren Wirtschafts- und Währungsunion.
Norbert Wohlgemuth (*1963) ist Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Geschäftsführer des Kärntner Instituts für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung (KIHS). Zuvor war er bei der Internationalen Energieagentur (OECD) in Paris sowie am UNEP Risoe Centre on Energy, Climate and Sustainable Development, Dänemark und als Konsulent für die UNIDO tätig. Er befasst sich mit institutionellen Veränderungen der Energiewirtschaft und deren Implikationen für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen.

 

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