Fatma Akay-Türker (*1975) ist Turkologin und promovierte Historikerin für türkische Geschichte. Sie brach ihr Doktoratsstudium der islamischen Theologie ab, um sich voll und ganz für Frauenangelegenheiten bei der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich einsetzen zu können. Nach nur 18 Monaten gab sie das Amt der Frauenbeauftragten im Juni 2020 wieder auf, da sie keine Möglichkeit sah, die so dringenden Reformen in der männerdominierten islamischen Theologie durchzusetzen. Zugleich legte sie ihren Beruf als Islamlehrerin nieder. Seitdem kämpft sie für eine gendergerechte Auslegung des Koran.
Seyran Ateş (*1963) ist Rechtsanwältin, Frauenrechtlerin und Initiatorin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, die sich um eine zeitgemäße und geschlechtergerechte Auslegung des Koran bemüht. Die Moschee, in der Männer und Frauen gemeinsam beten dürfen, wurde 2017 eröffnet. Für ihre interkulturelle Arbeit erhielt sie zahlreiche internationale Auszeichnungen, aber auch Morddrohungen, da sie ein aktives Eintreten gegen falsche Werte und überholte Vorstellungen fordert. Ihr Buch „Selam, Frau Imamin“ wurde ein Bestseller.
Peter Baumgartner (*1969) ist Unternehmensberater, Buchautor und Business Coach mit Fokus auf Leadership und digitale Transformation. Er lehrt an Hochschulen und Business Schools in Österreich, Deutschland und der Schweiz und inspiriert sein internationales Publikum mit erfrischend innovativen Zugängen. Er ist Vordenker, erläutert Trends und gibt seine faktenreichen Erkenntnisse und Erfahrungen gerne weiter. Er berührt damit emotional und bewegt Menschen und Organisationen als „Falco der Rednerbühne”, unterhaltsam und charmant direkt.
Rainer Bischof (*1947) ist Kulturphilosoph, Komponist und Musikmanager. Nach seinem Studium war er im Kulturamt der Stadt Wien tätig, ab 1984 Präsident des Österreichischen Komponistenbundes, ab 1986 Vizepräsident der Alban-Berg-Stiftung und ab 1988 Generalsekretär der Wiener Symphoniker. Zwischen 1991 und 2015 stand er der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft vor, mehr als dreißig Jahre wirkte er als Lehrbeauftragter für Komposition an der Wiener Musikuniversität, am Konservatorium Wien und international als Gastdozent an verschiedenen Universitäten.
Johannes Böhm (*1989) ist bei Tourismuszukunft Experte für Markenstrategie und Digitale Transformation. Die Weiterentwicklung des Tourismuszukunft Ringmodells wurde in diesem Zusammenhang von ihm gestaltet. Zuvor sammelte der Tourismusgeograph (B.Sc.) bei einem Abstecher in die Kreuzfahrtbranche sowie als Referent bei zahlreichen Schulungen und Seminaren einschlägige Erfahrung. Er ist Markenenthusiast und leidenschaftlich interessiert an künstlicher Intelligenz und Ausflüge ins Grüne.
Catharina Fischer (*1981) ist Beraterin und Digitalisierungsexpertin bei Tourismuszukunft. In den vergangenen 15 Jahren baute sie u.a. das Social Media Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus in den Auslandsmärkten auf und realisierte dafür zahlreiche Kampagnen. Seit dem Einstieg bei Tourismuszukunft fokussiert sie sich auf strategische Themen und entwickelte u.a. Digital- und Content-Marketing-Strategien für Regionen und Länder. Neben ihren laufenden Projekten ist sie Teil von Industrieinitiativen wie dem Think Tank Change4Destination und impulse4travel. Ihr Herzensthema ist die Nachhaltigkeit im Tourismus und damit ein zukunftsfähiges Tourismusprodukt.
Cornelius Granig (*1970) ist Unternehmensberater und Sicherheitsexperte, der sich seit vielen Jahren mit Cyber-Security, Compliance und Korruptionsbekämpfung befasst. Vor seinem Wechsel in die Beratungsbranche war er Vorstand bei Banken und Versicherungen und als Geschäftsführer internationaler Technologieunternehmen tätig. Er ist Autor des Fachbuches „Darknet“, akkreditierter Cyber-Security-Experte bei Europol und Leiter einer Taskforce bei Transparency International. Sein Wissen gibt er in Vorträgen, Fachbeiträgen, Rundfunk und Fernsehen weiter.
Ulrike Guérot (*1964) ist Leiterin des Departments Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems und Gründerin des European Democracy Labs in Berlin. Zuvor arbeitete sie in europäischen Think Tanks und Universitäten in Paris, Brüssel, London, Washington und Berlin. Im Herbst 2019 wurde sie mit dem Paul-Watzlawick-Ehrenring und dem Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung ausgezeichnet. 2020 erschien ihre neues Buch „Nichts wird so bleiben wie es war?“ (Molden).
Theresa Haid (*) ist seit 2018 Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins Vitalpin, der sich für den Dialog von Tourismuswirtschaft, Lebensraum- und Naturschutzinteressen in den Alpenländern einsetzt. Davor war sie viele Jahre in führenden Positionen der Zillertal Tourismus GmbH tätig, von 2012 bis 2017 als Marketing Manager und Key Account bei der Österreich Werbung in Brüssel und Wien aktiv. 2007 schloss sie ihre Tourismusstudien nach einem Auslandsjahr an der Dongbei University of Finance and Economics (Nordost-China) mit einem Master’s Degree in International Business Management ab.
Magdalena Holztrattner (*1975) ist katholische Theologin, Religionspädagogin und Armutsforscherin. Nach Theologie-Studien in Salzburg und San Salvador war sie in interdisziplinären Forschungsprojekten zu Armut und Gerechtigkeit u.a. in Lateinamerika engagiert. An der Universität Kassel erwarb sie Kenntnisse in Organisationsentwicklung, Supervision und Coaching und absolvierte eine Moderationausbildung. An der Universität Salzburg und am Religionspädagogischen Institut Salzburg ist sie als Erwachsenenbildnerin tätig. Von 2013 bis 2020 leitete sie die Katholische Sozialakademie Österreichs.
Sarita Jenamani (*1972) ist Schriftstellerin, Lyrikerin und Übersetzerin aus Indien, außerdem Generalsekretärin des Österreichischen PEN. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaft an der Utkal Universität und an der Fachhochschule Wiener Neustadt, schreibt in ihrer Muttersprache Oriya, in der indischen Nationalsprache Hindi und in Englisch. Sie war Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und des Künstlerdorfs Schöppingen sowie des Kulturvereins Inzing bei Innsbruck. Für ihre Übersetzungen von Gedichten der Schriftstellerin Rose Ausländer ins Hindi erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramts.
Saba Kidane (*1978) ist eine eritreische Journalistin, Dichterin und politische Aktivistin, die ihre Heimat aus politischen Gründen verlassen musste und heute in Frankreich lebt. Sie schloss sich im Alter von 13 Jahren der Eritreischen Volksbefreiungsfront an und kehrte 1995 zur Schule zurück. Später arbeitete sie als alleinerziehende Mutter für Jugendsender und Zeitschriften. Sie schreibt in ihrer Muttersprache Tingrinya vor allem über Themen des täglichen Lebens, Gewalt und die Auswirkungen des Krieges auf Frauen und Kinder. Eine Gedichtsammlung ist auf Deutsch erschienen. „Wenn sich das Dunkel lichtet/If the Darkness Becomes Bright. Gedichte/Poems. edition pen Band 175, Löcker Verlag, Wien 2020.
Franka Lechner (*1944) ist Malerin, Textilkünstlerin und Lyrikerin. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Sergius Pauser in Wien begann sie 1969 mit ihrer Ausstellungstätigkeit, später mit Webarbeiten (Bildteppiche). Seit den 1980er Jahren veröffentlicht sie ihre lyrischen Arbeiten. Sie verbrachte ihre frühe Kindheit in Südamerika, Studienjahre in Boston/USA, seit 1976 ist sie Mitglied des Künstlerhauses Wien. Sie erhielt mehrere Anerkennungspreise und kreierte u.a. Tapisserien für die Sammlung Essl.
Herbert Lüthy (*1943) stieg nach dem Studium der Mathematik, Physik und Rechtswissenschaften bis zum Direktor der Basler Versicherungen auf. 1988 wechselte er zur Swiss Re, wo er bis 2002 als Geschäftsführer den Bereich der Personen-Rückversicherung leitete. Nach seiner Pensionierung übernahm er die Direktion der Schweizerischen Privatversicherungsaufsicht, die er grundlegend neu ausrichtete. Nebenamtlich war Lüthy viele Jahre Professor für Versicherungs- und Finanztheorie an der Universität Basel und Verwaltungsrat der AXA Winterthur Versicherungen.
Josef Marketz (*1955) wurde am 1. Februar 2020 im Klagenfurter Dom zum Bischof von Kärnten geweiht. Nach dem Theologiestudium in Salzburg und Laibach wirkte Marketz als Diakon in Ecuador in Südamerika, 1982 wurde er in Klagenfurt zum Priester geweiht, 1992 erfolgte seine Promotion im Fachbereich Pastoraltheologie in Wien. Es folgten Stationen als Leiter der slowenischen Abteilung im Seelsorgeamt und als Pfarrprovisor in zweisprachigen Gemeinden sowie Studienaufenthalte in Rom und Jerusalem. Von 2009 – 2014 war er Direktor des Bischöflichen Seelsorgeamtes der Diözese Gurk und Bischofsvikar für Seelsorge, Mission und Evangelisierung, von 2014 – 2018 Bischofsvikar für die Caritas und Caritas-Direktor Kärnten.
Wolfgang Müller-Funk (*1952) ist Essayist, Literatur- und Kulturwissenschafter. Er lehrt an den Universitäten Wien und Klagenfurt sowie an anderen Hochschulen. Zuletzt erschienen sind die Essaysammlungen „Komplex Österreich“, „Jenseits von Resignation und Nostalgie“ und „Theorien des Fremden“. Zuletzt trat er als vehementer Kritiker des Nobelpreisträgers Peter Handke, dem er einen geordneten Rückzug und die Aufgabe unhaltbarer Verteidigungslinien empfahl.
Franz Nahrada (*1954) ist Zukunftsforscher, Netzwerker, Aktivist und Autor. Der studierte Soziologe, ehemalige Hypermedia-Consultant und Hotelmanager konzipierte in der 1990er Jahren die vielbeachtete Großveranstaltung „Global Village“ mit zeitweise über 50.000 Besuchern im Wiener Rathaus. Als wissenschaftlicher Leiter der Vereins „GIVE Forschungsgesellschaft – Labor für Globale Dörfer“ befasst er sich mit der Digitalisierung und wie sich diese am besten für einen lebenswerten ländlichen Raum und die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele nutzen lässt. Antworten dazu bietet die DorfUni.at, mit der er österreichweit Bildungsevents organisiert und Brücken zwischen Stadt und Land baut.
Helmuth A. Niederle (*1949) lebt als Autor, Übersetzer und Herausgeber in Wien, NÖ und Kärnten. Schön während seines Studiums der Ethnologie, Kunstgeschichte, Volkskunde und Soziologie schrieb er für zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter und ab 1994 stv. Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Literatur sowie Beauftragter des Writers-in-Prison-Komitees Österreich, seit 2011 ist er Präsident des Österreichischen PEN-Clubs.
Stefan Nungesser (*1976) hat die Professur und Programmleitung für Hotelmanagement an der FH Kärnten, Studienbereich Wirtschaft & Management, inne. Zuvor war er Senior Berater bei der TREUGAST Solutions Group in München. Neben der Beratung von klein- und mittelständischen Hotels erstellte er Gutachten für Hotelprojekte im In- und Ausland. Er war ferner Lehrbeauftragter an der Hochschule München und ist bis heute Trainer bei Weiterbildungsstudiengängen. Die fachlichen Schwerpunkte liegen im strategischen und operativen Hotel- und Gastronomiemanagement.
Elisabeth Oberzaucher (*1974) ist Verhaltensbiologin und wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch ihre Auftritte als „Science Buster“ bekannt. Die gebürtige Kärntnerin aus Hermagor forscht und lehrt seit 2001 an der Fakultät für Lebenswissenschaften an der Universität Wien und führt sei 2015 den Verein Urban Human. Sie befasst sich vor allem mit dem menschlichen Verhalten aus evolutionsbiologischer Sicht, der Interaktion mit der Umwelt sowie Fragen der Kommunikation, Attraktivität und Partnerwahl. Bei den Toleranzgesprächen geht sie der Frage nach, warum wir zerstören, was wir lieben.
Lorena Pircher (*1994) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Österreichischen PEN-Clubs. Sie stammt aus Taufers in Südtirol und lebt seit 2013 in Wien. Nach dem Studium der Anglistik und Romanistik sowie der Vergleichenden Literaturwissenschaft macht sie derzeit Führungen an der Wiener Staatsoper zum Thema Geschichte des Hauses, Architektur und Kunstgeschichte und ist organisatorisch für den Österreichischen PEN-Club tätig. Ihr erster Gedichtband „Irrende Welten“ erschien im Provinz Verlag Brixen, ein zweiter Gedichtband ist in Vorbereitung.
Barbara Prainsack (*1975) ist seit 2017 Professorin für vergleichende Politikfeldanalyse, Institutsleiterin an der Universität Wien und seit 2020 Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Theodor-Körner-Fonds. Davor forschte und lehrte sie zehn Jahre in London. Ihre Forschung beschäftigt sich mit aktuellen Fragen der Gesundheits- und Technologiepolitik, und insbesondere mit Praktiken und Institutionen der Solidarität. Mediale Beachtung fanden ihre Sachbücher zum „Solidaritätsprinzip“ in Medizin und Bioethik sowie „Vom Wert des Menschen“ und dem bedingungslosen Grundeinkommen.
Elisabeth Schrattenholzer (*1950) ist Sprachwissenschafterin, Autorin und Trainerin für Atem-, Stimm- und Kommunikationstechniken. Sie habilitierte sich 2004 im Fach „Sprachgestaltung“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und hält dort regelmäßig Lesungen sowie Seminare und Vorträge über Sprache, Literatur und Kommunikation. In ihren Büchern befasst sie sich vor allem mit der „Beschädigung des Denkens durch die Sprache des Patriachats“. Ihr bekanntestes Buch trägt den Titel „und Jesus war eine Frau“.
Mariella Schurz (*1974) ist Generalsekretärin der B&C Privatstiftung und Geschäftsführerin der B&C Industrieholding, die Anteile an Industrieunternehmen wie der AMAG, Lenzing und Semperit hält und mehrere Initiativen für angewandte Forschung und Bildung unterstützt. Zuvor war die ausgebildete Juristin über zehn Jahre als Rechtsanwältin tätig. Im Rahmen ihres berufsbegleitenden MBA-Studiums hat sie sich wissenschaftlich mit den Grundlagen und Voraussetzungen für Frauenquoten befasst.
Roland Sint (*1974) ist seit 2012 Geschäftsführer der Tourismusregion Wörthersee, wo er für die Markenpositionierung der Region und Umsetzung des Kärntner Tourismusgesetzes verantwortlich ist. Der gebürtige Osttiroler aus Sillian studierte Sportmanagement in Innsbruck und war im Anschluss zehn Jahre beim Sportartikelhersteller adidas tätig, wo er u.a. Outsourcingprojekte in Osteuropa betreute. Nach Stationen als Geschäftsführer der Golfanlage Velden Köstenberg und der Veldener Tourismus GmbH übernahm er die Wörthersee Tourismus GmbH, für die er moderne und aktive Lifestyle-Ansätze verfolgt.
Iris Straßer (*1967) ist Initiatorin und Leiterin des Unternehmensnetzwerks „Verantwortung zeigen“, das aktuell 80 namhafte Partner zur Förderung von Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft im Süden Österreichs verbindet. Die Betriebswirtin ist Expertin für Nachhaltigkeit und CSR, Moderatorin, Vortragende und FH-Lektorin und verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von regionalen und grenzüberschreitenden Mentoring-Projekten speziell im Start-up-Bereich. Sie ist Vorstand des Wirtschaftsforum der Führungskräfte Kärnten und Konsulentin der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Steiermark.
Hannes Swoboda (*1946) ist Präsident des Kuratoriums der Europäischen Toleranzgespräche. Er war von 1996 bis 2014 Listenführer der österreichischen Sozialdemokraten im Europaparlament, ab 2012 Präsident der europäischen S&D Gruppe. Er war in zahlreichen Ausschüssen und Delegationen tätig und hat als Berichterstatter mit Regionalfokus auf Südosteuropa, Zentralasien und Russland beträchtliche Beiträge im Kampf gegen politischen Extremismus und die Förderung der Minderheiten geleistet. Sein Wirtschafts- und Jura-Studium und seine vielfältigen Erfahrungen als Mitglied der Wiener Arbeiterkammer, des Wiener Landtags und als Stadtrat haben dazu beigetragen, dass er ein fundiertes Verständnis für soziale und politische Anliegen hat.
Günther Tengel (*1956) ist Geschäftsführer von Amrop Jenewein und Chairman Amrop CEE, einer der weltweit führenden Executive Search Beratungen. Er hat sich auf Executive Search und Leadership sowie strategische Beratung im Bereich Unternehmensführung, Beratung für Investoren und Firmengründungen, Unternehmensverkäufe und -zusammenschlüsse spezialisiert. Seine Expertise liegt vor allem in den Branchen Finanzdienstleistungen, Konsumgüter & Handel und produzierende Industrie.
Ingrid Thurner (*1954) ist Kultur- und Sozialanthropologin mit den Forschungsschwerpunkten Fremdwahrnehmung, Mobilität und Anthropologie des Islam. Nach dem Ethnologie-Studium kuratierte sie zahlreiche Ausstellungen für verschiedene Museen mit Schwerpunkt auf Afrika und Nahost und arbeitete als Kulturvermittlerin für verschiedene Reiseveranstalter im Produktmanagement. Ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen publizierte sie in Feuilletons und Essays, zuletzt über „Anderssein und Andersmachen. Über Diversitäten, Diskrimininierungen und Dummheiten“ (edition pen im Löcker-Verlag).
Roger de Weck (*1953) ist Autor, Podcaster und Gastprofessor am College of Europe. Er war Generaldirektor des Schweizer Radios und Fernsehens, Präsident des traditionsreichen Graduate Institute of International and Development Studies in Genf und Chefredakteur der «Zeit» in Hamburg. Er sitzt im Stiftungsrat des Internationalen Karlspreises Aachen und im Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift «Critique Internationale» (SciencesPo Paris). De Weck ist Ehrendoktor der Universitäten Freiburg und Luzern, 2020 erschien «Die Kraft der Demokratie – Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre» bei Suhrkamp.
Valentin Wedl (*1970) ist seit 2010 Leiter der Abteilung EU und Internationales der Arbeiterkammer Wien und seit 2019 Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. Zuvor war er u.a. im Bundeskanzleramt und im Justizministerium tätig und redigierte die Zeitschrift „Juridikum“. Wedl veröffentlicht regelmäßig Beiträge in unterschiedlichen Medien zu europäischen Themen wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Regulierung der Finanzindustrie, Neuverteilung der Vermögens- und Machtverhältnisse sowie den Umbau zu einer gerechteren Wirtschafts- und Währungsunion.
Marion Wiesinger (*1965) ist Historikerin, Politikwissenschafterin und freie Autorin in Wien. Sie war viele Jahre wissenschaftliche Leiterin der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung und in der Erwachsenenbildung tätig. In ihrer Arbeit befasste sie sich u.a. mit dem Umgang der österreichischen Justiz mit NS-Tätern in den 1960er und 1970er Jahren, mit Gewalt und Missbrauch in den Heimen der Caritas Oberösterreich nach 1945 und mit der Geschichte der Frauenemanzipation. Als Sprach- und Kommunikationstrainerin liefert sie Grundlagen und Argumente gegen Stammtisch-Parolen.
Jochen Wollmert (*1964) ist vielfacher deutscher Tischtennis-Meister und mehrmaliger Sieger bei den Paralympischen Spielen. Bei den Paralympics in Tokio will er 2021 zum 8. Mal antreten. Wegen seiner Erfolge wurde er 2010 als erster deutscher Tischtennisspieler in die ITTF Hall of Fame aufgenommen. Sein faires Verhalten während der Paralympics 2012 wurde mit dem Fair Play Preis gewürdigt, außerdem wurde er mit dem Sportler mit Herz auf dem Deutschen Sportpresseball ausgezeichnet. 2013 erhielt er den Baron de Coubertin-Award, die weltweit höchste Würdigung für faires Verhalten im Sport.

 

Print Friendly, PDF & Email