PEN feiert lange Nacht der Literatur

Im Rahmen der Europäischen Toleranzgespräche 2017 feierte der PEN-Club Austria den 70. Jahrestag seiner Wiedererrichtung mit einer Lesung und einer langen Nacht der Literatur im Kärntner Bergdorf Fresach. PEN-Präsident Helmuth A. Niederle und Vize-Präsident Kurt F. Svatek forderten aus diesem Anlass die Vergabe von 20 Nansen-Pässen jährlich für verfolgte Autorinnen und Autoren aus aller Welt. Den musikalischen Abschluss des Tages lieferte die Özlem Bulut Band.

In der „Langen Nacht der Freiheit“ vom 1. auf 2. Juni (mittags) präsentieren die Veranstalter eine vielstimmige Literaturbotschaft in Form von Gedichten und lyrischer Prosa. Autorinnen und Autoren aus der ganzen Welt lesen aus ihren Werken – in der jeweiligen Muttersprache.

„Mit dieser Aktion wollen wir die sprachliche Vielfalt der Menschheit audiovisuell darstellen und alle literarisch Interessierten auf eine Weltreise mitnehmen. Die Europäischen Toleranzgespräche sind für uns der beste Rahmen dazu, um unterschiedliche Traditionen und Stimmen aus aller Welt sinnlich erlebbar zu machen“, erläutert Helmuth A. Niederle, Präsident des PEN Club Austria.

In diesem Jahr wird der Anfang der literarischen Weltreise gemacht, die, wenn das Projekt abgeschlossen sein wird, ein 24-stündiges Orbit um den Globus ermöglichen wird. Unterstützt wird der Schriftstellerverband bei seiner Poetik-Performance von der Stadt Villach und dem Denk.Raum.Fresach.

Ziel: In 24 Stunden um die Welt

Die Palette an literarischen Darbietungen ist breit. Lyrik, kurze Prosa und musikalische Interpretationen wechseln einander ab und geben einen Einblick in verschiedene Kulturen und deren literarische Schätze. In Deutsch, italienisch und in Spanisch, von Arabisch bis zu verschiedenen afrikanischen Sprachen bekommen die Besucherinnen in Fresach Poesie und Geschichten zu hören und spüren – genau dort, wo Literatur Tradition hat. Präsentiert werden die literarischen Vorträge im historischen Toleranzbethaus Fresach.

Bereits zu Zeiten des Eisernen Vorhangs in den 70er und 80er Jahren war Fresach Schauplatz internationaler Literatur. Hier fanden 22 Jahre hindurch bis 1993 internationale Schriftstellertagungen statt. Da wurden Grenzen überwunden und politischer Spannungen zum Trotz Autoren aus Ost und West eingeladen, um sich über drängende Fragen auszutauschen. (ws)

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